29
Oktober
2017

TSV erkämpft sich 1 Punkt beim TUS

Der TSV Teisendorf konnte einen Punkt beim TuS Traunreut entführen. Das Spiel fand Freitag Abend unter Fluchtlicht vor ca. 100 Zuschauern statt. Der TuS, der als Absteiger aus der Bezirksliga dieses Jahr noch weiter hinter den Erwartungen zurückliegt, konnte die letzten 4 Spiele für sich entscheiden. Die Rothosen erwartete also eine große Herausforderung, zumal das Spiel wegen der Vorverlegung auf dem unbeliebten Kunstrasen stattfand.

Das Spiel begann und sofort merkte man, dass beide Teams hier Alles geben würden und sich nichts schenken. Der TuS sowie der TSV attackierte auf dem kleinen Platz früh und man unterband den Spielaufbau des Gegners bereits im Ansatz. So lies sich auch schnell der Spielplan beider Teams ablesen. Mit langen Bällen in die Tiefe das Mittelfeld überspielen, das hier ohnehin wenig Raum für Entfaltung lies. So auch in der 8. Minute. Teisendorfs Nummer 6, Michael Lindner, verlor das Leder im Spielaufbau gegen seinen Kontrahenten Miclos, der aus gut 25 Metern einfach mal abzog. Den abgefälschten Ball konnte Teisendorfs Schlussmann nicht mehr entschärfen und somit ging der TuS früh mit 1:0 in Führung. Der TuS, der bis dahin mit seinen schnellen Flügelspielern Ersel Aydinalp und Benjamin Cerezo Pozo immer wieder für Unruhe sorgte konnte das Tempo hochhalten. Die Rothosen hatten in den ersten Minuten noch alle Hände voll zu tun ins Spiel zu finden, kamen aber nach und nach besser ins Spiel. Bis zur 15. Minute, als es den nächsten Dämpfer setzte. Ecke TuS Traunreut, Ersel Aydinalp setzte an und – versenkt das Leder direkt im TSV Gehäuse. 0:2 also nach nur 15 Minuten. Der TSV aber wollte an diesem Tag nicht aufgeben, man wusste das würde kein leichtes Spiel werden. Minute 18: Nach einem langen Schlag kam Timo Fritzenwenger aus vollem Lauf zum Abschluss, doch der ist zu unplatziert. Das hätte durchaus der Anschluss sein können. 3 Minuten später wurde Markus Haslberger unsanft gestoppt. Den fälligen Freistoß in guter Position setzte Michael Sorre an den Querbalken. Das Spieltempo war weiterhin hoch und der TSV kam immer besser ins Spiel. Trotzdem erzwang die TuS Offensive immer wieder Fehler der Teisendorfer. Diese konnten aber den Torschuss zumeist noch in letzter Sekunde verhindern. Kurz vor der Halbzeit wurde es dann nochmal haarsträubend für die Gäste. Der TuS kam mit viel Geschwindigkeit über die linke Seite, der gute Querpass konnte in letzter Sekunde noch von Haslberger entschärft werden.

Nach dem Seitenwechsel sorgte Robert Aicher gleich dafür, dass seine Mitspieler wieder hellwach waren. Seine Kopfballrückgabe war nicht hinreichend mit Schwangler abgestimmt und so rollte der Ball munter in Richtung 3:0. Aicher konnte seinen Fehler in höchster Not noch korrigieren. Das Spiel konnte die Zuschauer nach wie vor mit hohem Tempo begeistern. Ab Minute 65 nahm der TSV Zusehens das Heft in die Hand. Nichts desto trotz blieben die Gastgeber immer für einen schnell und präzise gespielten Konter zu haben. Etwas Zählbares kam auf beiden Seiten bis dahin nicht dabei rum. Minute 72: Wieder konterte der TuS schnell und die TSV-Defensive konnte die Ordnung nicht Aufrecht erhalten. Die gute Kopfballhereingabe von Aydinalp musste eigentlich nur noch eingeschoben werden, doch die Gastgeber verpassten die Vorentscheidung. Das sollte sich 7 Minuten später rächen. Wieder ein Freistoß in aussichtsreicher Position und wieder war es Michael Sorre, der das Leder gefühlvoll über die Mauer hob und diesmal zappelte das Ding im Netz - der 2:1 Anschlusstreffer für die Gäste. Der TSV versuchte es nun immer vehementer – doch der TuS klärte schnörkellos und effektiv. Wurde der Ball geklärt ging es oftmals gleich in die andere Richtung weiter. 3 Minuten vor Schluss der regulären Spielzeit. Aydinalp tankte sich auf der rechten Außenbahn vorbei und gab die Kugel scharf zur Mitte – TuS-Mann Max Michel verpasste nur um Millimeter das 3:1. Aber es wurde noch kurioser. In der 90. Minute brannte es lichterloh im Sechszehner der Teisendorfer – eigentlich war man schon geschlagen, doch der TuS verhinderte im wahrsten Sinne des Wortes das 3:1 – aus gut einem Meter köpfte Matthias Bauer seinen Mitspieler auf der Torlinie an. Immer noch 2:1. Die letzten Sekunden des Spiels liefen von der Uhr und noch einmal gab es Eckball für den TSV. Diese wurde geklärt, der Ball landete aber bei Haslberger der den Ball hoch in die Gefahrenzone hob - dort lauerte Manfred „Die Cobra“ Reiter und köpfte sein Team zum vielumjubelten 2:2 Ausgleich. Nach einer zusätzlichen Minute Nachspielzeit besiegelte Schiedsrichter Christian Brückner das Comeback der Rothosen mit dem Schlusspfiff.

Bericht Timo Fritzenwenger

Kategorie: Fußball Zugriffe: 358 Verfasser: Michael Thanbichler